Kinder verändern


Ok, ok - der zweite Artikel, der mit Kindern anfängt. Einen Familienblog wollte ich eigentlich nicht starten, aber Familie gehört nunmal zu meinem Leben dazu - von daher kann ich nicht neutral sein ;-).


Ich weiß nicht, wer von euch Kinder hat und wem es so geht wie mir: Die Geburt meiner beiden Kinder haben mein Leben und meine Einstellungen in sehr vielen Dingen verändert. Ich erspare euch jetzt näheres, da ich mir sicher bin, dass es vielen von euch ähnlich erging.


Aktuell mache ich mir Gedanken, wie das wohl für die kleinen Menschen in der aktuellen Welt weitergehen soll?! Was werden mir meine Kinder in zehn oder fünfzehn Jahren denn sagen oder vorwerfen?! Aktuell schießen mir da Worte durch den Kopf wie zum Beispiel: “Danke Papa, dass ich nur noch mit Mundschutz raus darf und jedes Jahr geimpft werde! Wieso habt ihr nichts gemacht?” Was würde ich darauf antworten? Vielleicht: “Sorry, wir wussten es nicht besser?” oder “Ich hatte nicht den Mut, etwas zu verändern?!” oder “Es ist jetzt halt so!”? Keine Ahnung.

Dieses Gedankenspiel brachte mich dazu, wie ich wohl vorgehen würde, wenn ich jetzt etwas zu entscheiden hätte. Tja - und da wurde die Unsicherheit noch größer. Also eins vorweg: Tauschen möchte ich tatsächlich mit keinem Entscheidungsträger, der aktuell Entscheidungen für sehr viele Menschen treffen muss. Ich habe mich gefragt, ob manche Entscheidungen vielleicht anders ausgefallen wären, wenn die entsprechenden Leute kleine Kinder gehabt hätten? Und dann kam die Frage auf: Haben die überhaupt Kinder? Ich hab dann mal das Internet bemüht:


Also Frau Merkel hat keine Kinder und Herr Spahn auch nicht (das wusste ich tatsächlich schon). Herr Söder hat vier Kinder (das Jüngste 13 Jahre alt), Herr Laschet hat drei erwachsene Kinder, Herr Drosten hat ein kleines Kind (wird dieses Jahr 3 Jahre alt) und Herr Wieler hat zwei erwachsene Kinder. Soweit die für mich relevanten, politischen Entscheidungsträger bzw. deren Berater. Es sind also doch einige mit Kindern dabei, auch wenn die meisten schon erwachsen sind. Von daher können die ja nicht alle denken: “Nach uns die Sintflut” und werden sich schon genug Gedanken machen. Auch Politiker und Wissenschaftler haben Familie und Freunde (glaube ich).


Das beruhigt doch ein wenig.


Was mich übrigens auch noch beruhigt hat, sind die ganzen Demonstrationen aktuell. Hatte mir ein paar Videos von denen aus Stuttgart angeschaut und war wirklich sehr angetan, dass dort so viele Menschen aller Altersklassen und politischer Ausrichtung ruhig und friedlich demonstriert haben. Das diese in manchen Medien dann als “Verschwörungstheoretiker” bezeichnet werden, finde ich schon grenzwertig. In einer Demokratie müssen verschiedene Meinungen ausgehalten und auch diskutiert werden können. Oder wie es Rosa Luxemburg einmal gesagt hat: “Freiheit ist immer die Freiheit der anders denkenden”. Ich finde es wichtig, dass man zeigt, dass man die Maßnahmen aktuell zwar akzeptiert, aber bitte eine Diskussion möchte. Ich persönlich wünsche mir auf jeden Fall einen Untersuchungsausschuss und zwar bevor größere Gesetzesänderungen beschlossen werden. Mal sehen, was die Zukunft bringt.


Apropos Zukunft:


Schöner wäre es natürlich, wenn meine Kinder in zehn bis fünfzehn Jahren sagen: “Kannst Du Dich noch an die Corona-Zeit erinnern?! Man war das abgefahren - Gott sei Dank war das recht schnell wieder vorbei”.


Ich sag’s ja: Kinder verändern :)


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