Everybody's Free...


…to feel good!


Brother and sister

Together we'll make it through

Some day a spirit will lift you and take you there

I know you've been hurting but I've been waiting to be there for you

And I'll be there just helping you out

Whenever I can, ooh


Everybody’s free to feel good!


We are a family that should stand together as one

Helping each other instead of just wasting time

Now is the moment to reach out to someone, it's all up to you

When everyone's sharing their hope

Then love will win through, ooh


Everybody’s free to feel good!


Written by Tim Cox & Nigel Andrew Swanston


Eigentlich wollte ich den Artikel “Freiheit” nennen, aber das war mir als Titel zu schwer und da fiel mir spontan dieser Song aus den Neunzigern von Rozalla ein. Fand ich einen guten Einstieg ins Thema.


Sind wir frei? Dürfen wir uns wohl fühlen?


Was genau ist eigentlich Freiheit? Für mich bedeutet Freiheit, mein Leben so leben zu können, wie ich es gerne möchte und wo ich gerne möchte. Da habe ich es mit meinem Geburtsland Deutschland gut getroffen - habe die knapp 50 Jahre, die ich jetzt lebe, diese Freiheit (für mich gefühlt) zu 100 Prozent gehabt. Sicherlich gab es ein paar Länder, die man vielleicht nicht ohne weiteres bereisen konnte, aber da wollte ich sowieso nicht hin, also von daher alles paletti. Freie Meinungsäußerung gehört auch ganz oben auf die Liste, hatte aber nie das Gefühl, dass ich da beschnitten wurde - also auch da alles im Lot.


Machen wir diesbezüglich mal eine aktuelle Bestandsaufnahme:

Darf ich mein Leben so leben, wie ich es möchte?

Zu großen Teilen ja, aber es wird weniger. Inzwischen muss ich mich einigen Regeln beugen, die für mich nicht nachvollziehbar - ja, sogar völlige Willkür für mich darstellen.


Darf ich hinreisen, wo ich möchte?


Nein - ich wollte zum Beispiel nach Kanada in diesen Sommerferien, aber das Land lässt aktuell nur Kanadier einreisen.


Darf ich meine Meinung frei äußern?


Ja, aber inzwischen wird das leider von Ächtung und Ausgrenzung durch andere Gruppen begleitet. Das war früher anders - zumindest nicht so aggressiv wie heute. Weitere Punkte möchte ich jetzt nicht mehr aufführen, aber ich könnte diese Liste noch um einiges ergänzen. Bin ich also “free to feel good”? Nein - bin ich nicht. Sollte ich mir deshalb jetzt sorgen machen? Ja - ich glaube schon. Aber was tun?

Wer mich kennt, weiß dass ich ein friedfertiger Mensch bin, der gerne in Harmonie mit sich und der Welt lebt. In großen Teilen klappt das auch noch, aber es wird deutlich schwieriger. Die Spaltung die durchs Land - nein, durch die Welt getrieben wird, erreicht neue Dimensionen. Das “Nachrichtenfasten” tut nach wie vor sehr gut, aber mehr und mehr bekommt man die Auswirkungen vor Augen geführt und kann sich dem so gut wie nicht mehr entziehen. Ich will jetzt nicht über Sinn und Unsinn der ganzen Maßnahmen diskutieren, da dies oft genug passiert und es scheint auch egal zu sein, da die Richtung anscheinend “Alternativlos” ist. Über die Unsinnigkeit dieses Wortes hatte ich ja schonmal gesprochen und soll hier jetzt nicht nochmal passieren. Es wird nur die Meinung genommen, die am Besten passt - gilt übrigens für alle Seiten. Also bleibe ich einfach mal bei mir - was mache ich denn jetzt? Gehe ich diesen ganzen Weg weiter mit und schweige, obwohl ich zu einigen Dingen inzwischen eine andere Meinung habe? Oder fange ich an auf Konfrontation zu gehen? Beides erzeugt in mir ein Unwohlsein, wobei zweiteres sich deutlich unangenehmer anfühlt. Verlasse ich jetzt doch das Land, aber kann ich das meiner Familie antun? Oder muss ich ihnen das antun und sie werden mir später danken? Vielleicht sollte ich es auch so halten, wie die meisten Menschen in diesem Land: Einfach durchhalten und mitmachen, es wird schon irgendwann wieder besser werden. Dazu fällt mir ein Spruch ein, der wohl von Sophie Scholl stammt:


“Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht”. (Sophie Scholl)


Als ich das vor einigen Tagen gelesen habe, hat mich dass im richtigen Moment getroffen und sehr berührt. Sophie Scholl - den Name kennt ja wahrscheinlich jeder, aber viel Wissen über sie hatte ich nicht. Hab mir daraufhin mal kurz ein paar Dinge zu ihr und ihrem Bruder Hans durchgelesen. Wow - was für starke Persönlichkeiten und sie haben nicht geschwiegen. Leider wurden sie dann von ihren Mitmenschen (in diesem Falle vom Hausmeister der Uni) gemeldet, was dann letztendlich zur Exekution der beiden geführt hat. Der Hausmeister wäre bestimmt auch ein guter Maskenträger gewesen. Oh - ein böser Vergleich, ich weiß. Sowas kann heute natürlich nicht mehr passieren. Und mal ganz ehrlich: Was bringt es einem eigentlich, wenn man so vehement seine Meinung verteidigt? Das nach mir Posthum eine Straße oder eine Schule benannt wird? Oder fährt man besser, wenn man einfach zusieht zu überleben und unerkannt mit schwimmt? Dann kann man später seine Kinder am Sophie-Scholl-Gymnasium abholen und das Leben genießen. Ich weiß - das ist ganz schön harter Stoff, aber es gehört aktuell alles zu meiner Realität und den Dingen, mit denen ich mich beschäftige. Wahrscheinlich reagiere ich völlig über, aber ich muss diese Gedanken einfach mal loswerden - wer bis hierhin durchgehalten hat: Dankeschön. Mir tut es gut, darüber zu sprechen, da fühle ich mich gleich etwas besser.


Apropos besser “fühlen”!


Gehört das eigentlich auch zur Freiheit, dass ich die Kontrolle über meinen Körper habe und selbst entscheide, wie ich mich fühle? Bis vor einem halben Jahr hatte ich ein sehr gutes Gefühl dafür, ob ich krank bin oder nicht. Aber jetzt wird mir erzählt, dass ich ja krank sein könnte, auch wenn ich das gar nicht merke. Was ist das denn für eine Krankheit? Potentiell sind wir alle jetzt krank, deswegen müssen wir uns ja auch vor allem und jedem schützen. Ich bin Gesund, mache einen Test, dieser ist dann positiv und dann bin ich krank - auch wenn ich nichts merke? Na herzlichen Glückwunsch, dann entscheiden wir in naher Zukunft auch nicht mehr selbst, ob es uns gut geht oder nicht. Ich werde dann “krank entschieden” und darf nicht mehr selber “krank werden”. Natürlich alles für das “Wohl des Volkes”. Mist - jetzt fühle ich mich immer noch nicht besser.

Unser Gesundheitssystem hat sowieso einige seltsame Züge an sich. Da werden irgendwelche Werte festgelegt und wenn ich die dann erreiche, bin ich krank oder gesund - egal, wie ich mich fühle. Diese Werte werden auch ab und zu mal verändert, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wer dann krank war, ist plötzlich wieder gesund oder umgedreht. Immer noch egal, wie ich mich fühle.


Wie "fühle ich mich” eigentlich?


Wenn man diese Worte wirklich einmal ernst nimmt und sich das fragt, geht es sehr tief rein. Wie fühle ich mich und meinen Körper, wie fühlt sich mein Innen und mein Außen an? Was genau spüre ich und wie geht es MIR? Hab ich genug Vertrauen zu MIR und MEINEM Körper und zu dem LEBEN, welches ich lebe? Darüber sollte man mindestens einmal im Monat etwas länger mit sich selber sprechen. Die Erkenntnisse ruhig mal schriftlich festhalten - kann im Nachhinein beim Lesen sehr interessant sein. Für mich kann ich nur sagen, dass ich ein Meister im Unterdrücken bin und mir oft gar nicht eingestehe, wie es MIR WIRKLICH GEHT. Eigentlich ein alter Hut, aber ich muss mich immer wieder daran erinnern.


Gestern ist mir übrigens in diesem Zusammenhang auch etwas - wie ich finde - spannendes passiert. Ich war mit meiner Mutter beim Arzt - sie bekommt aktuell eine recht heftige “Immunsuppressivatherapie”. Das läuft jetzt seit einem halben Jahr, hat bis jetzt ungefähr 25.000,-€ gekostet und ihr geht es … na ja, “normal”. Bringt das überhaupt was? Wie wäre es ohne gewesen? Kann man natürlich nicht beantworten. Auf jedenfall hat meine Mutter gestern im Gespräch mit mir gesagt, dass sie gewisse Untersuchungen nicht mehr machen lassen möchte. Und wisst ihr was: Ich fand das richtig gut. Sie sagt “nein”! Ich habe ihr gesagt, dass ich Ihre Entscheidungen - egal wie sie aussehen mögen - voll und ganz akzeptiere und auch unterstütze. Da meine Mutter eher zu der Generation gehört, die dem Halbgott in weiß blind vertraut, fand ich diese Aussage großartig. Ihr scheint es wirklich bis Oberkante Unterlippe zu stehen. Nichts gegen die Medizin und die Ärzte - da wird zum großen Teil verdammt gute Arbeit geleistet, aber ich muss für mich immer noch entscheiden können, was ich will und was nicht. Das geht ja auch … noch.


Vielleicht sollte man doch seinem Unmut etwas lauter Gehör verschaffen, damit nicht noch mehr einfach bestimmt wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine typische Verhandlungstaktik hinter den aktuellen Maßnahmen steht: Möglichst viel fordern und einschränken, es so unangenehm wir möglich machen, damit am Ende dann ein Kompromiss rauskommt, der ohne die monatelangen Extreme unmöglich gewesen wäre. Ich glaube das wird gut funktionieren - leider. Ich finde unglaublich, wie sehr die meisten Menschen ihre eigene Wahrnehmung abgeben und sich erzählen lassen, wie die Welt ist oder zu sein hat. Gehorsam war noch nie eine gute Eigenschaft und wird es auch nie werden. Selbst denken und handeln ist das größte Gut und sollte respektiert werden. In erster Linie zunächst mal bei sich selbst. Vertraue Dir und Deiner Wahrnehmung. Und nein, ich bin nicht krank. Ja - ich kann krank werden und werde das bestimmt auch noch einige male. Vielleicht ist irgendeine dieser Krankheiten die letzte meines Lebens, aber dann ist das halt so. Ich möchte und werde dafür selber die Verantwortung tragen und nicht auf andere Zeigen, wegen denen ich dann angeblich krank geworden bin. Immer sind die anderen Schuld - wer das glaubt, sollte öfter mal in den Spiegel schauen.


So - jetzt ist aber genug der Worte. Ich weiß, es war kein leichtes Thema, aber es musste raus. Vielen Dank für’s dabei bleiben,


bleibt gesund und wach!


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